CHAMMÜNSTER (hh/chi). „Urlaubs- und Weltcupfeeling kam auf am wunderschönen Lago d´Iseo“, fand Sigi Zistler, Inline-alpin-Urgestein vom FC Chammünster, der am vergangenen Wochenende mit seinem Minstacher Team und weiteren Sportlern des Skiverbands Bayerwald (SVBW) die lange, etwa neun Stunden dauernde Anreise in das idyllische Städtchen Pisogne am Nordufer des Iseo-Sees, der einer der großen Seen am Südrand der Alpen ist, auf sich genommen hatte.

Doch die Fahrt sei es wert gewesen, fanden die Bayerwaldler, schließlich ging es nicht nur um Platzierungen bei der offenen italienischen Meisterschaft im Inline-alpin-Slalom, sondern vor allem um die Weltcuppunkte am Sonntag. Der wunderbare Blick auf den See sollte die Starter nicht allzusehr ablenken, denn die Rennstrecke war anspruchsvoll und die hochsommerlichen Temperaturen machten den Straßenbelag nicht gerade griffig. So gab es schon am Samstag, dem Rennen zur italienischen Meisterschaft und quasi Generalprobe für das zweite Weltcuprennen am Sonntag, viele Ausfälle.

Das Bayerwaldteam um Trainer Peter Schödlbauer (links) hat sich am Lago d´Iseo sehr gut geschlagen. Top-Ten-Plätze gab es für Claudia Wittmann (FCC) und Sven Ortel (Adlkofen).

Doch die Läufer aus dem Bayerwald schlugen sich sehr respektabel: Klassensiege gab es für den souveränen Christoph Gruber (Kinder U 9) und knapp, aber bei sehr starker Konkurrenz für Sigi Zistler (Senioren-Masters); ein überzeugender zweiter Platz nach starker Leistung sprang für Luzia Gruber (Jugend U 17)heraus. Der Bad Kötztinger Maximilian Schödlbauer (Jugend U 17) und der Adlkofener Sven Ortel (Herren) wurden Dritte. Claudia Wittmann vom FC Chammünster schied aus, ihr Probelauf für den Weltcup war leider nicht geglückt, wo sie doch beim ersten Weltcuprennen in Tschechien mit einem 2. Platz hatte überzeugen können. Die übrigen Starter vom SVBW erzielten folgende Ergebnisse: Nina Heinrich vom ASV Arrach wurde 11. in der U17 w.; bei den Frauen landeten die FCClerinnen Katharina Hoffmann und Franziska Ries auf den Plätzen 11 und 15.

Sie alle aber genossen das Flair bei der abendlichen Siegerehrung auf dem Marktplatz von Pisogne, bei dem es für das große Publikum ein breites Rahmenprogramm gab, an dem unter anderem die italienischen Ski-Weltcup-Läuferinnen Nadia und Elena Fanchini ihren Aufttritt hatten. Sigi Zistler aber durfte ganz oben aufs Stockerl klettern und seinen Pokal für den internationalen italienischen Meistertitel der Senioren entgegennehmen.

Am Sonntagvormittag startete dann der erste Durchgang zum zweiten Weltcuprennen des Jahres. Der italienische Trainer Massimo Losio hatten einen schwierigen Kurs gesetzt, so dass es viele Ausfälle gab, darunter auch etliche Favoriten. Auch den Bad Kötztinger Maximilian Schödlbauer erwischte es und es wurde nichts mit Weltcuppunkten. Die Starter des FC Chammünster überstanden aber alle diese erste Runde und zeigten auch im zweiten Durchgang gute Leistungen in der Weltspitze, denn heuer gab es ja erstmals Ausscheidungsrennen zum Weltcup, so dass nur jeweils die besten 50 Frauen und Männer der Welt an den Start in Pisogne gehen durften. Claudia Wittmann konnte nicht ganz an ihr Ergebnis in Jirkov/Tschechien anknüpfen, fuhr zwei gleichmäßige Durchgänge und erreichte letztlich einen zufriedenstellenden 8. Platz bei den Damen. Sie war damit Beste der Starterinnen aus dem Bereich des SVBW, doch auch die anderen erzielten gute Ergebnisse. So wurde Franzi Ries nach einer starken Vorstellung 17., Magdalena Gruber 19., Katharina Hoffmann 20., die Jüngste, Luzia Gruber, 22. und Nina Heinrich vom ASV Arrach 23. Bei den Herren überraschte der Senior aller Starter, Sigi Zistler, mit dem 15. Platz. Überragend aber fuhr der Adlkofener Sven Ortel, der den hervorragenden Platz 2 für den Bayerwald herausholte.

Nun haben die Inline-alpin-Sportler eigentlich eine Woche Rennpause, allerdings sind die meisten von ihnen in Trainingslagern der Kadermannschaften aktiv. Für die Bayerwaldler heißt es da, näher an die Weltspitze aus Baden-Württemberg heranzukommen. Denn internationale Konkurrenz ist immer noch recht spärlich, wie das Weltcuprennen in Pisogne gezeigt hat. So konnten sich bei den Damen nur je zwei Tschechinnen und Italienerinnen neben den deutschen Frauen unter den besten 25 platzieren, bei den Herren war das Rennen dagegen viel „internationaler“, wenn auch das „Treppchen“ von deutschen Nationalmannschaftsmitgliedern besetzt wurde. Am Sonntag, 9. August, ist der FC Chammünster Ausrichter des Max-Schierer-Bayerwald-Inline-Cups in Chameregg, wobei das Rennen gleichzeitig das Finale der Bayernliga-Serie ist und so auch gleich die Ligaersten geehrt werden.

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