Ergebnisse Slalom

Mona und Noah Sing Deutsche Slalommeister Inline alpin

FC Chammünster veranstaltete Deutsche, Bayerische und Bayerwaldmeisterschaften Inline alpin 2021 – Hiesige Sportler auf Stockerl

Bad Kötzting (hh). Gut abgetrocknet waren Strecke und Sportler am Sonntag, als in Bad Kötzting die Slalom-Wettbewerbe der Deutschen, Bayerischen und Bayerwaldmeisterschaften im Inline-alpin-Sport auf der Straße beim Wertstoffhof angesetzt waren. Und wenn auch noch aus den benachbarten Wiesen munter das Regenwasser des Vortags auf die Straße floss, so hatten die routinierten Helfer des FC Chammünster alles bestens vorbereitet, so dass faire und diesmal nicht beeinträchtigte Wettkämpfe garantiert waren. Als internationale deutsche Meister im Inline-alpin-Slalom 2021 durften sich letztlich die Geschwister Sing vom SV Winnenden feiern lassen, die souveräne Fahrten hingelegt hatten.

Elegant flog Elea Börsig von der TG Tuttlingen durch die Tore.

Schon am frühen Sonntagmorgen hatten die Helfer des FC Chammünster die 270 Meter lange Slalomstrecke hergerichtet, so dass Peter Schödlbauer, Nationaltrainer und Inline-alpin-Referent im Skiverband Bayerwald, die 46 Tore setzen konnte. Den zweiten Durchgang gestaltete der tschechische Trainer Martin Kudelasek mit 45 Slalomstangen. Die Trasse führte über zwei Steilstücke und einen mittleren flachen Abschnitt in der Kurve zum Schlussteil. Und da war dann auch eine Stelle, wo einige Läufer Probleme hatten, das folgende Tor zu erwischen. Aber es ging ja auch um die offene deutsche Meisterschaft, also mit internationaler Beteiligung mit Sportlern aus Polen, Tschechien, der Schweiz und Litauen, so dass Streckenführung und Torsetzung schon ein gewisses Niveau haben sollten. Leider wurde es für den Senior des Wettbewerbs, FCC-Abteilungsleiter Ski und Inline Sigi Zistler, zum Verhängnis und er bekam eine Torstange zwischen die Beine. Er nahm’s sportlich.

Zwei Durchgänge waren auch am Sonntag von den insgesamt 97 Startern im Alter von fünf bis 62 Jahren zu absolvieren, der ursprünglich geplante Finallauf der jeweils besten Damen und Herren um den FCC-Inline-Cup wurde gestrichen, da eh schon so viel unterschiedliche Wertungen ausgefahren wurden und die Helfer an der Strecke sehr beansprucht waren. Auch am Sonntag stürzte sich wieder Lya Schwarz vom VfL Nagold als Erste die Startrampe hinunter auf die Strecke und meisterte diese auch als Beste der Mädchen U8.

Konzentriert und bremsbereit kurvte die jüngste Teilnehmerin, Greta Sinzinger vom SC Fürstenfeldbruck, gerade mal fünf Jahre alt, durch die Stangen.

Ein Kämpfer im Stangenwald ist Markus Weigl vom FC Chammünster.

Zügig schickten die Starter die Sportler auf die Strecke, und weil es zum Glück keine Verletzungen gab, auch wenn Stürze nicht ganz vermieden werden konnten, so waren die beiden Durchgänge relativ schnell abgeschlossen und das große Rechnen begann, um die einzelnen Wertungen aus den Gesamtlaufzeiten herauszurechnen. Aber dank dem technischen Equipment von Bernd Altmann vom SV München war auch das relativ bald erledigt und die Pokale und Medaillen wurden für die Siegerehrung hergerichtet.

Inzwischen war auch der Vorsitzende des FC Chammünster, Dr. Hans-Jürgen Moser, an der Strecke angekommen, so dass er zusammen mit Sigi Zistler die deutschen Meister sowie die Platzierten ehren konnte. Peter Schödlbauer übernahm dann den Part für die bayerischen und die Bayerwaldmeisterschaften. Er wies dabei darauf hin, dass er Funktionär im BRIV und im BSV sei, also im Bayerischen Inline- und Rollsportverband und im Bayerischen Skiverband, die oft gegeneinander konkurrieren und eigene Mannschaften haben. Für diese Meisterschaften haben sie sich auf Betreiben Schödlbauers auf den einen Wettbewerb in Bad Kötzting geeinigt. Wohl auch aus Zeitnot.

Ganz eng an den Toren und mit schmaler Fußstellung war Noah Sing letztlich der Schnellste.

Die jüngsten Teilnehmerinnen zeigten mutige, aber auch vorsichtige Läufe.

Aber der Sport stand ja im Vordergrund. Und da boten alle Teilnehmer fantastische Rennen, bei denen die Betreuer und Familienangehörigen – andere Zuschauer waren wegen der Pandemieproblematik nicht zugelassen – mindestens so starke Nerven brauchten wie die Sportler. Haarscharf flitzten die Spitzenläufer an den Kippstangen, die auf Bodenplatten montiert sind, vorbei und bei manchen wunderte man sich, wie sie noch das nächste Tor schafften, wenn sie ganz kurz aus dem Gleichgewicht gekommen waren. Und auch die Läufer aus dem Bayerwald hielten sich wieder ausgezeichnet und konnten etliche Plätze auf dem Stockerl erobern. Erster bei den Jungen U8 wurde Lukas Treml vom ASV Arrach, zweite Plätze gab es für Magdalena Widl vom TSV Gerzen (U8 w.) und Elisabeth Schödlbauer, FC Chammünster (Jugend w.), Dritte wurden Maxima Blaschko, SC Dreiburgenland (U8 m.), Lena Koller, ASV Arrach (U10 w.), und Maximilian Schödlbauer, FC Chammünster (Aktive m.).

Vor der Siegerehrung dankte Sigi Zistler den Sportlern und Betreuern, vor allem denen aus Tschechien, Polen, Litauen und der Schweiz, für die Teilnahme an diesen Meisterschaften, die nach langer Pause endlich wieder durchgeführt werden konnten, aber auch den Sponsoren aus der heimischen Wirtschaft, die das finanzielle Risiko des veranstaltenden Vereins minimierten. Besonders begrüßte er noch mal die Vorsitzende der Sparte Inline alpin in BRIV und DRIV, Birgid Bär, sowie die technischen Delegierten des Welt-Inline-Verbands Martin Vrabec und Pavlina Prochazková aus Tschechien. FCC-Vorsitzender Dr. Moser stellte die FC-Abteilung Ski und Inline als das Aushängeschild seines Vereins heraus, der ja nur 850 Mitglieder habe, die Inlinesportler aber gehörten zur Weltspitze.

Birgid Bär dankte dem FC Chammünster, dass er „unter erschwerten Bedingungen“ diese Deutschen und Bayerischen Meisterschaften durchgeführt habe. Heuer werde es noch zwei Rennen zum Deutschen Inlinecup geben, eines in Nagold, eins in Tuttlingen, eventuell noch eins in Unterensingen. „Es ist schön, dass wir uns alle mal wieder gesehen haben“, freute sie sich.

Die Deutschen Meister im Inline-alpin-Riesenslalom 2021 mit FCC-Vorsitzendem Dr. Moser, Cheforganisator Sigi Zistler (von links) und Nationaltrainer Peter Schödlbauer (rechts).

Sie wurden Deutsche Meister 2021 im Inline-alpin-Slalom.

Die Ergebnisse des Slalomrennens nach Altersklassen, jeweils die ersten Drei: Klasse U8 w.: 1. Lya Schwarz, VfL Nagold, Gesamtzeit 1:58,72; 2. Magdalena Widl, TS Gerzen, 2:20,33; 3. Maxima Blaschko, SC Dreiburgenland, 2:28,01. U8 m.: 1. Lukas Treml, ASV Arrach, 2:06,18. U10 w.: 1. Clara Sinzinger, SC Fürstenfeldbruck, 1:26,72; 2. Veronika Vrabcová, LK Jirkov/CZ, 1:43,69; 3. Lena Koller, ASV Arrach, 1:53,99. U10 m.: 1. Ondrej Sajfrid, Skiklub Pisek, 1:32,12: 2. Jaromir Nosek, Ski Team Mono, 1:34,48. U12 w.: 1. Luna Schwarz, VfL Nagold, 1:10,38; 2. Gabriela Zawisza, Skimka Say Sport/POL, 1:11,07; 3. Sarka Zaková, LK Jirkov, 1:17,89. U12 m.: 1. Brajan Goryl, Skimka Say Sport, 1:12,62; 2. Karol Kaczmarczyk, Skimka Say Sport, 1:14,68; 3. Maximilian Müller, SC Fürstenfeldbruck, 1:20,61. Schüler w.: 1. Nikola Yousefian, SC Vöhringen, 104,31; 2. Chanelle Rilling, SC Sundern, 1:04.66; 3. Tamina Rump, DJK RG Wertachtal, 1:05,55. Schüler m.: 1. Dariusz Kamezki, Skimka Say Sport, 1:08,26; 2. Collin Rilling, SC Sundern, 1:08,35; 3. Jonas Neff, SC Vöhringen, 1:16,37.

Jugend w.: 1. Vanessa Rogel, SC Vöhringen, 1:03,41; 2. Elisabeth Schödlbauer, FC Chammünster, 1:07,01; 3. Lina Kähne, SC Fürstenfeldbruck, 1:37,42. Jugend m.: 1. Moritz Prinzing, TV Neidlingen, 57,82; 2. Flynn Thamer, SGK Rotenburg, 58,52; 3. Dominik Wlcek, TG Tuttlingen, 1:01,29. Aktive w.: 1. Mona Sing, SV Winnenden, 57,51; 2. Elea Börsig, TG Tuttlingen, 58,73; 3. Manuela Schmohl, SC Unterensingen, 59,02. Aktive m.: 1. Noah Sing, SV Winnenden, 55,53; 2. Maximilian Löw, SV Winnenden, 57,37; 3. Maximilian Schödlbauer, FC Chammünster, 57,57. Masters m.: 1. Patrick Stimpfle, DJK RG Wertachtal, 57,64; 2. Sven Wiesler, Skiclub Künzelsau, 1:03,12; Walter Wölfle, SGK Rotenburg, 1:08,62.

Am kommenden Wochenende sind die international aktiven Inlinesportler in Spiska Nova Ves in der Slowakei zu den Slovakia open (Samstag) und einem Weltcuprennen am Sonntag. Dann geht’s erst im September wieder richtig weiter.

Medaillen gab es für die Bayerischen Meister im Riesentorlauf.

Sie sind die neuen Bayerischen Meister im Inline-alpin-Slalom.

Auch der Skiverband Bayerwald hat seine Meister gefunden, hier die im Inline-alpin-Riesenslalom.

Und schließlich noch die Bayerwaldmeister im Inline-alpin-Slalom.

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