Und wieder die erfolgreichste FCC-Inline-Saison

Ski- und Inlineabteilung im FC Chammünster blickte auf Inline-Saison und DM zurück – Ehrung der Welt- und Europameister

Eine monetäre Extraehrung bekamen die FCC-Sportler, die bei den Weltmeisterschaften oder der Schüler-Europameisterschaft aufs Stockerl kamen, hier zusammen mit Vertretern des FC sowie der Unternehmen, die die Abteilung seit Jahren unterstützen.

CHAMMÜNSTER (hh/chi). „Immer Anfang Oktober steht das Switchen von der Sommer- auf die Wintersaison bei der Ski- und Inlineabteilung im FC Chammünster an, verbunden mit einem Rückblick auf die Inlinewettbewerbe im Sommer“, bemerkte Abteilungsleiter Ski und Inline im FC Chammünster Sigi Zistler bei der Abschlussfeier der erfreulichen Inlinesaison wie der von der Abteilung im August durchgeführten Hemden-Meister-German-open Inline alpin 2016 im Stadl der „Wasserwirtschaft“ in Cham. Die erfolgreichen Sportler wie auch viele Helfer und Unterstützer der Abteilung trafen sich zum Rückblick sowie zu einem geselligen Abend.

Alexander Kregiel, dem stv. Leiter des Organisationskomitees der Deutschen Meisterschaft Inline alpin 2016 Anfang August in Chammünster, war es vorbehalten, die Gäste zu begrüßen und durch den Abend zu führen. Besonders hob er die früheren Abteilungsleiter Sepp Gütlhuber und Reinhard Wutz unter den Anwesenden hervor, deren Engagement und Weitblick erst die fulminante Entwicklung der früheren Ski- und jetzigen Ski- und Inlineabteilung im FC Chammünster bewirkt habe. Vor allem die Einführung des Inlinesports als Sommertraining der Skifahrer durch Reinhard Wutz habe dem Verein ganz neue Optionen und vor allem auch Erfolge weltweit gebracht. Anteil an der positiven Entwicklung der Abteilung habe aber auch das Zusammenstehen des ganzen Vereins, wenn es um die Umsetzung großer Aufgaben geht, und so dankte er FCC-Vorsitzendem Dr. Hans-Jürgen Moser und der Abteilungsleiterin der Turnsparte für die tatkräftige Unterstützung all die Jahre über.

Für den Saisonrückblick übergab Alexander Kregiel das Wort an Abteilungsleiter und aktiven Ski- und Inlinesportler Sigi Zistler. „Es wiederholt sich fast jedes Jahr, dass wir sagen können, hinter uns liegt die bisher erfolgreichste Inline-Saison der Abteilungsgeschichte“, begann Zistler seinen Rückblick und belegte die Aussage mit den heuer erreichten Titeln der FCCler: drei Weltmeistertitel, ein Weltcupgesamtsieg, ein Schüler-Europameistertitel, dazu etliche deutsche, bayerische und Bayerwald-Meistertitel sowie unzählige Topplatzierungen unter den jeweils besten Zehn der nationalen oder internationalen Wettbewerbe. „Unsere Sportler haben wieder bei weitem die Erwartungen übertroffen“, freute er sich.

Ein Höhepunkt der Saison sei natürlich die Hemden-Meister-German-open Inline alpin 2016 in Chammünster am 6. und 7. August gewesen. Die Veranstaltung habe die Abteilung aber nur angehen können, weil sie die Firma Rädlinger mit dem Schirmherrn Josef Rädlinger junior im Rücken gewusst habe, und natürlich mit dem Hauptsponsor, der Modefirma Peter und Simone Schödlbauer aus Bad Kötzting. Er hoffe, so Zistler, dass sich das Engagement der Firmen bei der Deutschen Meisterschaft auch für diese ausgezahlt habe.

Der erste größere Wettbewerb der Saison sei schon der erste Teil der Weltmeisterschaften im schwäbischen Unterensingen Anfang Juni gewesen, die unter schwierigen Bedingungen stattfanden. Doch hier zeigten die Minstacher Starter starke Nerven und eine gute Technik und erzielten schon am Saisonbeginn tolle Leistungen: Claudia Wittmann holte sich den Weltmeistertitel im Parallelslalom, Katharina Hoffmann den im Slalom, Claudia Wittmann wurde hier Zweite. Dazu kamen noch Top-Ten-Plätze für Luzia (5.) und Magdalena Gruber (8.) sowie die Jüngste, Anna Münch (9.), Julia Hübert wurde noch 12. der Weltbesten.

Weiter ging es mit den Weltcup-Rennen, die mit zwei Veranstaltungen in Tschechien starteten. Hier zeigte sich vor allem Claudia Wittmann stark und eroberte gleich die Spitze in der Weltcup-Gesamtwertung, die sie bis zum Schluss verteidigen konnte und sich damit den Weltcup sicherte. Im August waren dann die German open in Chammünster mit wunderbarem Wetter, guter Stimmung und ansprechendem Zuschauerinteresse. Am Samstag, beim Riesenslalom, gab es etliche zweite Plätze, Luzia (Schülerinnen) und Magdalena Gruber (Jugend weiblich) sowie Sigi Zistler (Senioren) sicherten sich die Titel eines Deutschen Meisters. Am Sonntag sprangen zwei deutsche Meistertitel im Slalom für die FCClerinnen Luzia und Magdalena Gruber heraus und dazu noch etliche zweite Plätze, Sigi Zistler stürzte im Zielbereich.

Ende August kam der zweite Teil der Weltmeisterschaft im nordspanischen Villablino mit dem Teamslalom und dem Riesenslalom. Im Riesenslalom kamen die vier FCClerinnen unter die besten 13, Maximilian Schödlbauer wurde 10. Im Teamwettbewerb durfte nur Claudia Wittmann starten, doch da gab es für sie den zweiten Weltmeistertitel in diesem Jahr.

Den Abschluss der Inlinesaison bildeten die Schüler-Europameisterschaften, die vom Skiverband Bayerwald in Zusammenarbeit mit den Bayerwaldvereinen ausgerichtet wurden und bei denen es für die Starter des FCC einen kompletten Medaillensatz gab: Gold holte sich Maximilian Schödlbauer, Silber Luzia Gruber und Bronze Anna Münch. Und auch der Max-Schierer-Bayerwald-Inlinecup (BIC) wurde an diesem Wochenende in Bad Kötzting abgeschlossen mit etlichen Klassensiegen für die FCCler und dem Gesamtsieg bei den Juniorinnen für Magdalena Gruber. Und noch eine Rennserie fand hier ihren Abschluss, die Bayernliga. Dabei kam es drauf an, bei den Rennen möglichst viele Starter und natürlich auch Spitzenergebnisse in den einzelnen Altersklassen zu ergattern. Und da war der FC Chammünster einfach der Beste und sicherte sich souverän die Sachpreise des Bayernligaersten.

„Solche Erfolge kommen nicht auf einen Schlag, die sind über Jahre hinweg gewachsen“, wusste Sigi Zistler. Wegen des breiten Trainingsangebots sei er damals zum FC Chammünster und nicht zu einem anderen Verein gegangen, bekannte der Abteilungsleiter. Hier seien derartige gute Ergebnisse systematisch von der Skiabteilung vorbereitet worden und von den Abteilungsleitungen mit neuen Ideen untermauert worden. Das habe mit den Spartenleitern Sepp Gütlhuber und Max Schießl begonnen, Reinhard Wutz habe dann weitblickend den Inlineslalom als Sommertraining im Verein eingeführt. „Nur so konnten unsere Erfolge wachsen.“ Doch auch der FC-Hauptverein habe immer die Aktionen der Skiabteilung mitgetragen und gefördert und alle FCC-Abteilungen helfen zusammen, wenn es gilt, größere Veranstaltungen durchzuführen oder Investitionen zu tätigen. FCC-Vorsitzender Dr. Moser sei „ein großer Visionär“, der mit überraschenden Vorstellungen den Blick auf den Verein öffne und neue Aktivitäten anstoße.

Entscheidend sei aber auch die Neuorganisation des Trainings der Inliner, aber auch der Skifahrer gewesen. So hätten die Inliner heuer 66 Trainingseinheiten absolviert, 44 im Freien und 22 in der Halle. Peter Schödlbauer habe diese alle ehrenamtlich geleitet und habe es geschafft, die jungen Sportler bei der Stange zu halten und sie zu den Leistungen zu motivieren. Ihm sagte Sigi Zistler ein „großes Danke“ für diesen Einsatz, wie auch dem Trainer und dem Betreuer der Kinder-Skirennmannschaft, Paul Brückl und Andy Schönberger. Außerdem sei die FCC-Abteilung Ski und Inline Schulkooperationen mit den Grundschulen Chammünster und Cham eingegangen, um die Schüler bei den Skitrainings in Grün an den Skisport heranzuführen.

„Es war ein bemerkenswertes, erfolgreiches Jahr“, schloss Sigi Zistler seinen Saisonrückblick. Das Wichtigste dabei aber seien alle, die an diesem Erfolg mitwirken. Ohne die vielen Helfer bei der Organisation und Durchführung der Trainings und der Veranstaltungen wäre alles nicht möglich gewesen und es gäbe keine Super-Resultate der FCCler.

Als Trainer, Hauptsponsor, FCCler, aber auch als Vertreter des Bayerischen Skiverbands und des Deutschen Rollsportverbands durfte Peter Schödlbauer seine Sicht auf die zurückliegende Saison darlegen. Der sagte, auch der Präsident des Skiverbands Bayerwald, Max Gibis MdL, habe bemerkt, dass es phänomenal sei, was im Dorfverein FC Chammünster geleistet werde. Er wolle sich nicht selber loben, so Peter Schödlbauer, aber die Einrichtung des Trainingsstützpunkts im Bayerwald sei einzigartig in Bayern und habe den Sport und die Sportler der beteiligten Vereine gemeinsam sehr nach vorne gebracht.

Zu den Trainings bemerkte er, dass die 66 Einheiten allein im Bayerischen Wald erfolgt seien, dazu kamen noch vier Trainingswochenenden mit dem größeren Nachwuchs und zwei mit den Kleineren und Trainings mit der deutschen Nationalmannschaft. „Das ist eine lange Zeit, aber die schweißt auch zusammen. Doch danach möchte man eine Zeit lang keinen mehr von euch sehen ...“ Im Laufe des Jahres sei die Mannschaft des Bayerwalds zusammengewachsen. Die Jungs und Mädel hätten gar nicht mehr auf seine Worte gewartet, ein Blick oder eine Geste habe genügt; genauso auch umgekehrt. Sport bestehe nicht nur aus Erfolgen, aber die jungen Sportler hätten auch bei Niederlagen immer Haltung gezeigt und seien in der Gemeinschaft aufgefangen worden. Als Co-Trainer der Nationalmannschaft sehe er auch, wie es in anderen Vereinen zugeht, es gebe selten so eine Unterstützung der Inlineabteilung durch den Hauptverein wie in Chammünster. Dafür gebühre dem Hauptvorstand, aber auch den Eltern großer Dank.

Zur Hemden-Meister-German-open könne er sagen, dass sie eine sehr gute Veranstaltung war, auch für seine Marke. „Und wenn was übriggeblieben ist, dann ist das nicht im Verein untergegangen, sondern ist wieder in den Sport investiert worden.“ Im Bayerischen Wald seien die Inliner so erfolgreich, weil alle Vereine hier zusammenhelfen. Etwa bei der Schüler-EM in Bad Kötzting, wo alle zusammengearbeitet hätten. „Und es ist was übriggeblieben, das wird für die Weihnachtsfeier der Inlinesportler verwendet.“

„Ich habe euch seit fast zehn Jahren, in denen ich jetzt FC-Vorsitzender bin, jedes Jahr beglückwünschen können“, stellte FC-Vorsitzender Dr. Hans-Jürgen Moser fest. Er dankte Peter Schödlbauer für sein ehrenamtliches Engagement für die jungen Sportler, was heutzutage nicht gerade selbstverständlich sei. Die Inlinesportler des Bayerwaldes würden den Namen der Region weit in die Welt hinaus tragen. Und den Jugendlichen riet er, beim Inlinesport fleißig zu bleiben, denn später könnten sie mit Stolz ihren Kindern und Enkeln von ihren Erfolgen erzählen. Er selbst habe wenig sportliche Erfolge gehabt, aber einmal sei er bei den Skiweltmeisterschaften der Studentenverbindungen am Herzogstand Fünfter geworden.

Für die Firma Rädlinger beteuerte Rüdiger Altmann, dass die Firma stolz sei, so einen Verein wie den FC Chammünster unterstützen zu dürfen. Denn der hier gezeigte Zusammenhalt sei auch Vorbild für den eigenen Betrieb und zeige, was man selbst als Dorfverein erreichen kann, wenn man gemeinsam etwas anpackt. Er persönlich sehne die Skisaison mit dem FCC herbei: „In 14 Tagen geht’s ja los in Sölden, ich freu‘ mich schon auf die schönen Abende ...“

Nach der Vorführung eines kurzen Beitrags des Fernsehsenders TVA über die DM im August gab es für die erfolgreichen Inlinesportler des FCC als Anerkennung und Motivation für weiteren Einsatz Schecks vom Hauptverein, überreicht von Dr. Moser. Und mit einem gemeinsamen Abendessen schloss der offizielle Teil einer überaus erfolgreichen Inlinesaison 2016.

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