Heldinnen eines unglaublichen Wochenendes

CHAMMÜNSTER (hh/chi). Der erste Teil der Weltmeisterschaft im Inline alpin in Unterensingen/BW ist vorbei und die Starter des FC Chammünster haben dabei äußerst positiv überrascht und in beiden ausgetragenen Disziplinen den Titel bei den Damen geholt. Eigentlich werden so großartige Siegerinnen noch am selben Abend von ihrem Verein groß zu Hause willkommen geheißen, doch wegen des Problemwetters auch in Baden-Württemberg am vorletzten Wochenende verzögerten sich die Durchgänge und die Siegerehrung des Slalomwettbewerbs, so dass die WM-Teilnehmer erst spät in der Nacht zurück in Chammünster waren und dann gleich ins Bett wollten.

Das erfolgreiche Weltmeisterschaftsteam des FC Chammünster mit FC-Vorsitzendem Dr. Moser, Bürgermeisterin Karin Bucher und Trainer Peter Schödlbauer.

So wurde die Sitzung des Organisationskomitees des FCC für die Hemden Meister German Open 2016 Anfang August in Chammünster am Freitag genutzt, um die beiden Weltmeisterinnen, aber auch das gesamte hervorragende Minstacher Team offiziell dahoam zu begrüßen und die Leistungen zu würdigen.

„Heute haben wir zwei Gäste, die normalerweise nicht bei unseren Sitzungen des OK für die Deutschen Meisterschaften dabei sind“, stellte Abteilungsleiter Ski und Inline im FC Chammünster Sigi Zistler zu Beginn der OK-Sitzung fest. Und so freute er sich über das Kommen von Bürgermeisterin Karin Bucher und FCC-Vorsitzendem Dr. Hans-Jürgen Moser. „Das war ein unglaubliches Wochenende da in Unterensingen“, kam Sigi Zistler auf die Inline-alpin-Weltmeisterschaft zu sprechen. „Wenn einer unsere Erfolge vorhergesagt hätte, dann hätte ich das für unmöglich erklärt. Dass sich unsere Läuferinnen und Läufer erfolgreich präsentieren werden, da war ich mir schon sicher, weil sie den ganzen Winter über fleißig trainiert haben und, als es wieder auf den Straßen gegangen ist, dreimal in der Woche mit dem Peter [Schödlbauer] intensiv geübt haben – und auch das Trainingslager der Nationalmannschaft war ja bei uns – und weil ein toller Mannschaftsgeist unter den Sportlern herrscht.“ Im Verein und bei ihm persönlich herrsche ob der Erfolge große Freude „und aa a bisserl Stolz“. Großer Dank gebühre dem Peter Schödlbauer, dass er die Trainingseinheiten geplant und auch durchgeführt hat. Er sei ja auch zusammen mit Emil Schmohl Nationaltrainer und könne die jungen Sportler sehr gut motivieren. Außerdem habe er die Trainingsgemeinschaft von FC Chammünster, ASV Arrach und TV Bad Kötzting ins Leben gerufen, die sich sehr bewährt habe.

Die eigentliche Ehrung der Siegerinnen durch den Verein werde erst bei der Saisonabschlussfeier erfolgen. Doch er wolle noch erwähnen, so Zistler, dass auch die Skifahrer in der letzten Saison wieder sehr erfolgreich waren und sein Stellvertreter Andy Babl vor kurzem den Jugendförderpreis des Skiverbands Bayerwald entgegennehmen durfte. Der wird dem Bayerwald-Verein mit den erfolgreichsten Sportlern aller Altersstufen verliehen und der FC Chammünster konnte sich die Prämie zum zweiten Mal hintereinander mit großem Vorsprung sichern. Dazu kamen noch zwei Einzelsiege in der Gesamtwertung des Max-Schierer-Bayerwaldcups 2015/16 durch Felix Krotlinski (Jugend) und Daniel Mayer (Herren).

Da freut sich Abteilungsleiter Ski und Inline im FC Chammünster Sigi Zistler mit seinen beiden Weltmeisterinnen Katharina Hoffmann und Claudia Wittmann.

Bei der Inline-WM hätten aber auch die Jüngsten Unglaubliches geleistet, fuhr Sigi Zistler fort. So sei Julia Hübert im Parallelslalom bis ins Viertelfinale, also unter die besten Acht der Weltspitze, vorgedrungen. Im Slalom lief es teammäßig noch besser. Luzia Gruber errang Platz 5, ihre Schwester Magdalena, die nach dem ersten Durchgang noch auf Silbermedaillenrang gelegen hatte, rutschte leider nach einem Sturz auf den immer noch hervorragenden Rang 8, die „Newcomer“ des FCC, die ihr WM-Debüt bestritten, wurden mit großartigen Plätzen belohnt: Anna-Sophie Münch wurde 9., Julia Hübert 12. und Maximilian Schödlbauer erreichte bei den Herren Platz 11.

Nach dem ersten Durchgang hatten noch drei Minstacher Läuferinnen an der Spitze gelegen. „Unglaublich bei dem Kurs, der nicht nur steil ist, sondern auch schwierige Pistenverhältnisse hatte und sehr anspruchsvoll gesteckt war.“ Von der Steilheit der Strecke her habe er Katharina Hoffmann die besten Aussichten eingeräumt, sagte Sigi Zistler. Und sie habe dies fantastisch bestätigt. Von Claudia Wittmann habe man eigentlich keine zwei Medaillen erwarten können, aber sie habe es geschafft und neben der Goldmedaille im Parallelslalom noch die silberne im Slalom geholt. Dies zeige ihre enorme Nervenstärke, die sie bei großen Ereignissen immer auszeichne. Gerade beim Parallelslalom brauche man starke Nerven, da allein bis zum Endlauf zehn Durchgänge zu absolvieren sind, bei denen man immer voll konzentriert sein müsse. „Grandios!“, war Zistlers Schlusskommentar zu den Minstacher Ergebnissen.

„Ich bin superstolz auf net bloß die zwei jungen Damen, sondern auf die ganze Abteilung, die immer wieder Großes leistet“, lobte Bürgermeisterin Karin Bucher. „Sie haben alle Nervenstärke bewiesen, nur so kann man solche Rennen gewinnen, da geht ja vieles im Kopf ab.“ Weil die Weltmeisterinnen so viel trainiert haben, sollten sie sich jetzt auch mal entspannen. Dazu schenkte sie ihnen zwei Zehnerkarten fürs Chamer Freibad.

„Für mich ist es jedes Jahr ein Highlight, wenn ich die Mitglieder der Ski- und Inlineabteilung für ihre Erfolge ehren darf“, bekannte FCC-Vorsitzender Dr. Hans-Jürgen Moser. „Ihr seid schuld, dass ich heut mein Scheckbuch dabei habe.“ So bekamen die beiden jeweils einen Geldbetrag. In Bayern gebe es unheimlich viel Vereine wie den FC Chammünster. Alle würden sie effektiv arbeiten, „aber solche Highlights, wie wir sie haben, gibt es wo anders selten“. Die Ski- und Inlineabteilung des FCC sei auch für die Stadt Cham ein Werbeträger.

Nach dem Foto des Erfolgsteams mit seinem Trainer, der Bürgermeisterin und dem FCC-Chef kam wieder die Arbeit, denn die Hemden Meister German Open 2016 in Chammünster (6./7. August) stehen vor der Tür, da müssen noch ein paar organisatorische Dinge besprochen werden. Sigi Zistler sprach noch den „Tag des Sports“ auf der Quadfeldmühle am 19. Juni an, woran sich die Inliner wegen anderer Termine aber nicht beteiligen können. Doch soll im Rahmen der Landkreisolympiade ein Inlineangebot erfolgen, und zwar am Mittwoch, 22. Juni, ab 18 Uhr auf der Brücke über die B20/85 bei Chammünster mit Zeitnahme und Slalom-Wettbewerb. Die Ausschreibung erfolgt bald. Am vergangenen Wochenende waren die Rennen zum BIC in Arrach sowie ein Int. Inline Cup in Bad Hersfeld, an dem eine FCClerin teilnahm.

Weitere Infos zur WM:
05.06.2016: Weltmeisterschaften im Slalom in Unterensingen
04.06.2016: Weltmeisterschaften im Parallelslalom in Unterensingen

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