Ergebnisse Vuzenica-Cup

Ergebnisse Weltcup

Und sie fahren wieder …

Erstes Inline-alpin-Weltcuprennen 2021 – Vier Minstacher Läufer dabei

Chammünster (hh). Lange war nicht klar, ob die Inline-alpin-Sportler in diesem Sommer internationale Rennen fahren können, doch dann signalisierten die tschechischen Veranstalter und später auch andere osteuropäische Länder, dass sie ihre geplanten Rennveranstaltungen durchführen werden. Am letzten Wochenende kam es so wirklich zum ersten internationalen Rennen in dieser Saison, zum ersten Mal überhaupt in Slowenien – und vier Starter des FC Chammünster waren dabei und das recht erfolgreich nach der über einjährigen Zwangspause ohne richtiges Training.

Es geht voran mit den Inline-alpin-Sportlern des FC Chammünster, wie sie in Slowenien gezeigt haben (von links): Sigi Zistler, Elisabeth und Maximilian Schödlbauer, Claudia Wittmann und Trainer Peter Schödlbauer.

„I love Slovenia“ preist die slowenische Tourismusagentur ihr Land an und man kann die wunderbare Landschaft in etlichen Gebieten des Landes wirklich liebgewinnen, wie die vier FCCler und ihr Trainer Peter Schödlbauer erfahren durften, als sie zum Austragungsort des ersten slowenischen Weltcuprennens im Inline alpin, Vuzenica, anreisten. Malerisch an der Drau am Fuße des Pohorie-Gebirges in der Nähe von Maribor gelegen, hatte der Ort selber jedoch nicht genügend steile Straßen für Inline-Rennen, so dass ins Kope-Skigebiet ausgewichen wurde.

Doch die Ausrichter der Rennen kannten sich mit solchen Veranstaltungen aus, wenn auch nur auf dem Gebiet von FIS-Rennen. Auf jeden Fall war alles bestens organisiert. Trotzdem hatte Corona auch hier ihre behindernden Finger im Spiel und die Organisatoren hatten viele Hürden zu überwinden, um Sportler und Funktionäre und die wenigen Zuschauer nicht zu gefährden. So galt außer beim direkten Rennen Maskenpflicht für alle, jedes Team war in einem eigenen Hotel untergebracht und durfte sich nur in seiner „Blase“ bewegen. Also nichts mit internationaler Begegnung nach fast zwei Jahren Rennpause. Und auch die Zahl der teilnehmenden Nationen war durch die Pandemie eingeschränkt, nicht alle Sportler durften oder konnten einreisen. Doch immerhin kamen Sportlerinnen und Sportler aus acht Nationen zu den Rennen in Slowenien.

Und dann spielte auch noch das Wetter nicht mit. Konnten die Inline-Skater am Freitag noch auf trockenem Terrain die ersten rennähnlichen Slalomschwünge absolvieren, gab es am Samstag beim Rennen um den Vuzenica-Cup, bei dem es auch Weltrangpunkte zu ergattern gab, schwieriges Aprilwetter mit einem Wechsel zwischen Sonnenschein und Regengüssen. Um für alle Starter gleiche Pistenverhältnisse zu bieten, fluteten die Veranstalter zwischendrin immer wieder die Strecke. Damit kamen die Starter des FC Chammünster nach der langen Wettkampfpause nur bedingt zurecht. Claudia Wittmann schied ganz aus, Maximilian Schödlbauer rutschte weg, setzte aber das Rennen fort und wurde schließlich Zehnter bei den Herren, 21. bei den männlichen Startern. Besser erging es Elisabeth Schödlbauer, die in der U18 Zweite wurde, was für sie Rang elf bei den weiblichen Startern war. Und der Senior der Minstacher Skater, Sigi Zistler, wurde bei den Masters, also den Senioren, sehr guter Dritter, bei den Männern insgesamt 14. Das gab Punkte für die Weltrangliste.

Am Sonntag war dann das erste Weltcuprennen der Saison 2021, natürlich der Höhepunkt des Wochenendes. Drei FCCler waren hier am Start, da Sigi Zistler bei den Vuzenica open in einem Vorrennen der Masters antrat und hier den Sieg holte. Bei den Damen fuhr Claudia Wittmann nach den Erfahrungen vom Vortag auf dem von ihr nicht gerade geliebten nassen Straßenbelag vorsichtig, schaffte aber doch einen beachtlichen achten Platz. Elisabeth Schödlbauer bestätigte ihre aufsteigende Form mit Platz zwölf. Eine Spitzenleistung zeigte Maximilian Schödlbauer. Der 20-jährige Bad Kötztinger kämpft sich immer näher an die Weltspitze heran. Mit Platz fünf war es nicht mehr weit zum Stockerl. Sein Vater Peter, FC- und Nationaltrainer, konnte sich in dieser Funktion über einen deutschen Triumph freuen. Denn bei den Damen gewann Elea Börsig aus Tuttlingen und bei den Herren Noah Sing aus Winnenden im Sauerland. Und eine Schau war auch die Siegerehrung mitten im Ort.

Wegen der Pandemie fallen immer noch viele Veranstaltungen im Inline-alpin-Zirkus aus. Aber geplant wird trotzdem, falls Rennen auch bei uns wieder möglich sind. So möchte der FC Chammünster am 17./18. Juli die offenen deutschen Meisterschaften in Bad Kötzting als Worldrankingrennen, also mit internationaler Beteiligung, durchführen. Ob es dafür grünes Licht gibt, muss man abwarten. Aber Warten auf positive Nachrichten ist man ja mittlerweile gewohnt. Und das letzte Wochenende in Ruzica in Slowenien war ja schon mal ein Anfang.

Das nächste Weltcuprennen soll im slowakischen Spišská Nová, über 820 Kilometer entfernt in der Hohen Tatra, am 24./25. Juli über die Bühne gehen. Mal schauen, wie die FCCler da abschneiden.

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