Ergebnisse Slalom

Ehrentafel FCC-Inline-Cup

Und wieder waren Mona Sing und Jörg Bertsch vorne

Deutscher Inline-alpin-Cup, Bayerwaldmeisterschaft und FCC-Inline-Cup im Slalom in Bad Kötzting

Am Ende war's ganz knapp, aber Mona Sing vom SV Winnenden fuhr in allen Durchgängen die Bestzeit.

Bad Kötzting (hh). Die Baden-Württemberger Inline-alpin-Sportler sind derzeit das Nonplusultra in der Welt, das zeigte sich auch wieder bei den Wettbewerben am vergangenen Wochenende in Bad Kötzting, wo der FC Chammünster auf der Strecke beim Wertstoffhof die Rennen um die offene Bayerische Meisterschaft und die Bayerwaldmeisterschaft im Riesenslalom am Samstag sowie eins zum Deutschen Inline-alpin-Cup, um die Bayerwaldmeisterschaft und um den FCC-Inline-Cup im Slalom am Sonntag veranstaltete. Nur Läufer vom FC Chammünster sowie von den tschechischen Clubs Jirkov bzw. Krusnoborci konnten die südwestdeutsche Phalanx durchbrechen.

„Des habt’s heut aber genau eingepasst“, meinte Simone Schödlbauer, als bei der Siegerehrung zu den Slalomrennen am Sonntagnachmittag wieder kohlraberlschwarze Gewitterwolken im Norden Bad Kötztings auftauchten und sich dem Renngelände näherten und erste Tropfen vom Himmel fielen. Doch die Verantwortlichen hatten wieder mal ziemliches Glück mit dem Wetter, wenn es auch am Morgen, als die Rennen um 10 Uhr gestartet werden sollten, gerade erst zu regnen aufgehört hatte und man den Rennkurs nur noch ungefähr trocken bekam, damit die Kleinsten über die Strecke gehen konnten, die noch nicht so schnell dran waren, dass ihnen die feuchte Fahrbahn Probleme bereitet hätte. So wurden auf dem etwas kürzeren Kurs für die Bambini und Kinder gleich beide Durchgänge hintereinander durchgezogen, so dass bereits für die Jugendlichen die Fahrbahn weitgehend abgetrocknet war und faire Bedingungen für alle gegeben waren.

Trotzdem gab es bei 114 Startern insgesamt rund 20 Ausfälle, besonders im ersten Lauf wurde für einige die Geschwindigkeit gegen Ende des Rennens zu hoch, so dass sie die Kurve um das nächste Tor nicht mehr schafften. Ein paar Läufer stürzten spektakulär auf die Stangen, doch blieb es zum Glück bei Prellungen oder leichten Abschürfungen, die Fahrer sind ja an den exponierten Stellen geschützt und tragen natürlich alle einen Helm. Trotzdem bekamen die Helfer vom BRK einiges zu tun an diesem Sonntag.

Ja, es wurde zum Teil atemberaubender Sport geboten, besonders dann in den Finalläufen um den Inlinecup des FC Chammünster der jeweils besten 15 aus den vorher gefahrenen Slaloms, in denen sich aber ziemlich die Reihung aus den voherigen Rennen widerspiegelte. Leider kamen auch am Sonntag nur wenige Zuschauer, um sich die rasanten Fahrten zwischen den Toren anzuschauen und die Läufer anzufeuern. Der Stimmung an der Strecke oder dann auch bei der Siegerehrung tat das aber keinen Abbruch und ein Rennteilnehmer aus dem Seniorenbereich meinte: „Einmal erster Platz, einmal dritter – schön dass ich hier dabei war.“ Und das werden die anderen Sportler wohl ähnlich gesehen haben, selbst wenn es nicht fürs Stockerl gereicht hat.

Mit dem laut Streckensprecher "schönsten Lächeln des Tages" und aller Ruhe fuhr Nina Hupf aus Arrach durch die Tore.

Bundes- und FCC-Vereinstrainer Peter Schödlbauer beobachtet die Fahrt seines Schützlings Christoph Gruber.

Wie gesagt, bei diesen Rennen durften auch die Nachwuchsfahrer an den Start gehen und besonders die Vereine aus Arrach, Chammünster, Gerzen (bei Landshut), Dreiburgenland (Tittling) oder aus dem tschechischen Jirkov nutzten diese Gelegenheit, ihrer Rennzukunft eine Chance zu einem richtig großen Rennen zu geben. Der FC Chammünster hatte sogar Kinder im Team, die erst seit einem halben Jahr auf den Inlineskates stehen. Die Allerjüngste war die Anna Schießl vom FCC, die erst vier Jahre ist. Sie durfte an der Hand vom Papa im Steilstück die Fahnen umrunden und schaffte das auch fehlerfrei trotz einiger Plumpser auf den Hosenboden. Die bisschen älteren Kinder zeigten schon sichere Fahrten, teils mit kurzen Stecken, mit denen sie die Slalomstangen wegschubsten, meistens aber ohne Stecken, die Hände nach vorne gestreckt, um ein besseres Gleichgewicht zu bekommen. Ab dem Schülerbereich wurde dann schon richtig um Hundertstelsekunden gekämpft, mit zum Teil beeindruckender Fahrtechnik und vor allem starkem Kampfgeist. Höhepunkt des Tages waren die Finalläufe, bei denen man gegen Ende, als die Besten des Slalomrennens an den Start gingen, immer wieder meinte: Schneller geht’s nimmer. Denkste! Der oder die nächste Läufer/in unterbot die bisherige Bestzeit noch mal um ein paar Hundertstel. Einfach sensationell, zumal man bei manchen Läufern gar nicht die Schnelligkeit der Fahrt sah und dann von der Anzeigetafel beim Zielhaus und die Durchsage von Streckensprecher Alexander Kregiel überrascht wurde.

Sigi Zistler, Abteilungsleiter Ski und Inline im FC Chammünster, dem Ausrichter dieses „Minstacher Inline-alpin-Rennwochenendes“ in Bad Kötzting, und selber Teilnehmer in beiden Wettbewerben und trotz Trainingsrückstands sehr passabel gefahren, verzichtete bei der Siegerehrung angesichts des drohenden Unwetters auf viele Worte, dankte nur allen Helfern, die wieder alles ausgezeichnet vorbereitet und durchgeführt hatten, und überreichte dann die Medaillen und Pokale an die drei Erstplatzierten jeder Altersklasse sowie schließlich an die Sieger des FCC-Inline-Cups und an die Bayerwaldmeister, die einem Verein im Skiverband Bayerwald angehören müssen.

Mit zwei Laubbläsern gegen die Restfeuchte auf der Strecke ging Erich Wittmann vor.

Ein Platz zum Entspannen, Kräftesammeln und um das Material herzurichten war das Fahrerlager.

Das Nachwuchsteam des FC Chammünster um Betreuerin Walburga Gruber (hinten, links) war außer dem Christoph (hinten, rechts) zum ersten Mal bei einem großen Renen am Start.

Die Allerjüngsten Teilnehmer bekamen als Anerkennung alle einen Pokal vom FCC-Abteilungsleiter Ski und Inline Sigi Zistler.

In den Finalläufen der besten 15 Damen bzw. Herren wurde nur ein Durchgang absolviert, identisch mit dem zweiten Lauf des vorhergehenden Slaloms, der vom tschechischen Trainer gesteckt worden war. Ergebnisse (erste Fünf, ohne Verein): Damen: 1. Mona Sing, 23,27; 2. Claudia Wittmann, 23,29 (nur zwei Hundertstel langsamer!); 3. Julia Schleger, 24,28; 4. Barbora Prohazkova, 24,56; 5. Magdalena Gruber, 24,90. Herren: 1. Jörg Bertsch, 21,74; 2. Noah Sing, 22,44; 3. Maximilian Löw, 22,71; 4. Maximilian Schödlbauer, 22,86; 5. Luca Gökeler, 23,82.

Die Sieger des FCC-Inline-Pokals (von links) auf ihrem Treppchen: Noah Sing und Claudia Wittmann, Jörg Bertsch und Mona Sing, Maximilian Löw und Julia Schleger.

Bayerwaldmeisterinnen der Mädchen wurden drei vom ASV Arrach: 1. Johanna Kolbeck, 2. Melanie Lohberger und 3. Laura Stocker. Die Buben kamen vom TSV Gerzen bzw. SC Dreiburgenland, waren aber schon abgereist.

Der FC Chammünster (von links Christoph Gruber, Sigi Zistler, Maximilian Schödlbauer, Claudia Wittmann, Magdalena Gruber und Elisabeth Schödlbauer, dazu Trainer Peter Schödlbauer) stellte ab den Schülern alle Bayerwaldmeister, außer bei den Seniorinnen, bei denen Almut Aschenbrenner-Schulze aus Arrach den Titel holte.

Eine kleine Rennpause gibt es für die Inline-alpin-Fahrer nun, außer man will Weltranglisten-Punkte sammeln, dazu wäre an den kommenden Wochenenden in der Slowakei sowie in Serbien Gelegenheit, die Bayerische Meisterschaft im Inline-alpin-Slalom ist am 28. Juli beim ASV Arrach, Mitte August sind dann Europameisterschaften und Weltcuprennen im spanischen Villablino, Mitte September folgen noch deutsche Meisterschaften und der Abschluss des Weltcups. Fast zu viele Gelegenheiten, sich noch auszuzeichnen.

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