CHAMMÜNSTER. (chi) Das Hauptproblem am Samstagvormittag, als der FC Chammünster am Arber sein 25. Riesentorlauf-Pokalrennen und die 47. Offene Chamer Stadtmeisterschaft durchführte, war, einen Parkplatz zu bekommen. Denn sonst passte alles: Das Wetter war super, die Sonne strahlte vom blauen Himmel, die Temperaturen lagen im niedrigen Plusbereich, die Piste im Landesleistungszentrum war bestens präpariert und die erfahrene Crew des FCC hatte den Ablauf der beiden Rennen, deren Kurse Franz Köppl vom Skiverband Bayerwald flüssig und doch anspruchsvoll gesteckt hatte, gut im Griff. Nur das Teilnehmerfeld hätte ein bisschen stärker sein können, die Hundertermarke wurde doch deutlich unterschritten.

Pünktlich um 10 Uhr startete Werner Babl das erste Mädchen in den eigentlich 400 Meter langen Kurs mit den 17 Toren, die Kinder bis zur U10 hatten eine verkürzte Strecke zu bewältigen. Und es ist immer wieder bewundernswert, mit welcher Selbstverständlichkeit sich die Kinder mit ihren gerade mal vier, fünf Jahren in den steilen Hang stürzen und die Tore sauber umfahren. Von den 67 Startern kamen nur vier nicht regulär ins Ziel, und das waren nicht die Kleinen, sondern die eigentlich erfahrenen Rennläufer. Gerade im Herrenbereich war der Konkurrenzkampf groß und die Läufer haderten im Ziel oft mit ihren kleinen Fehlern, die sie auf der Strecke gemacht hatten und die die entscheidenden Hundertstel gekostet haben könnten.

Letztlich setzte sich bei den Herren der noch bei den Schülern U16 fahrende Carlo Roiger vom ASV Cham durch, 27 Hundertstel vor Stefan Fuß vom TSV Regen aus derselben Altersgruppe und 41 Hundertstel vor Lukas Ranzinger vom SC Langfurth. Der Minstacher Siegkandidat Luis Schönberger, der in den letzten Rennen etliche Tagesbestzeiten gefahren war, schied nach einem Torfehler aus. Bei den Damen war eine 15-Jährige die Schnellste, Mareike Killinger vom SC Frauenau. Sie setzte sich mit 16 Hundertstel vor Nina Scheifele vom SC Reichenberg und mit 73 Hundertstel vor Carolin Stocker, SpVgg Lam, durch. Beste Minstacher waren bei den Damen Franziska Ries vor Vroni Raab (U14) und Alicia Hägele, bei den Herren Leo Schönberger (U14) vor Daniel Mayer und Trainer Paul Brückl. Ranzinger und Killinger bekamen die riesigen Glaspokale überreicht, die jeweils besten Drei jeder Altersgruppe erhielten kleine Pokale, alle Starter Urkunde und Gummibärle.

Lauter Pokalgewinner der jeweiligen Altersklassen mit den Tagesbesten oben in der Mitte.

Nur kleine Staubwolken sah man von den Rennläufern auf der langen Piste unter den Radarkuppeln.

Nach einer kurzen Pause wurde gegen Mittag das Rennen zur 57. Offenen Chamer Stadtmeisterschaft im Riesentorlauf auf demselben Hang gestartet. Offenbar hatten inzwischen doch noch ein paar Läufer einen Parkplatz bekommen, denn hier traten 76 Sportler an. Aber es gab auch mehr Ausfälle, sechs Läufer hatten Torfehler oder schieden aus. Die meisten, die am Vormittag schon mal gestartet waren, konnten ihre dabei erzielten Zeiten diesmal steigern, so dass es wieder eng wurde im Klassement um die Stadtmeistertitel, besonders wieder bei den Herren.

In der Damenwertung hatte diesmal die erst 13-jährige Nina Scheifele, SC Reichenberg, die Nase vorne, um fast sechs Zehntel vor Leonie Multerer vom SV Lohberg, die nur vier Hundertstel vor Franziska Ries vom FC Chammünster durchs Ziel sauste. Wie gesagt, bei den Herren war’s schon enger. Da war Lukas Ranzinger vom SC Langfurth am schnellsten, nur acht Hundertstel vor Stefan Fuß vom TSV Regen und 17 vor Carlo Roiger vom ASV Cham. Franziska Ries und Carlo Roider wurden also die „echten“ Chamer Stadtmeister und bekamen die entsprechenden Trophäen überreicht. Die Läufer des FC Chammünster hielten sich wacker, die meisten kamen in einem Zweisekundenrahmen nach der Siegerzeit ins Ziel.

Alle Ergebnisse sind auf der Internetseite der Ski- und Inlineabteilung im FC Chammünster nachzulesen: fc-chammuenster.de/skiinline. Und am Sonntag ging’s gleich weiter mit dem Sparkassen-Kinder-Cup und dem Slalom-Wettbewerb um den und den Ödenturmcup des FC Chammünster. Übrigens wurden zwei der vier Rennen für den Max-Schierer-Cup und drei der vier für die Vereinswertung des Skiverbands Bayerwald gewertet.

Groß war die Freude bei den Kleinsten über die Pokale.

A rechte Gaudi hatten die Herren 51.

Bei der Siegerehrung, die Alexander Kregiel moderierte, wie er auch die Rennen kompetent kommentiert hatte, dankte FCC-Abteilungsleiter Ski und Inline Sigi Zistler allen Teilnehmern für den fairen Wettkampf und besonders dem Helferteam vom FC Chammünster, das seit Jahren bereit steht, wenn es gilt, Rennen durchzuführen. Besonders hob er Starter Werner Babl und Zeitnehmer Herbert Geiger hervor, der schon über 80 ist, aber stundenlang im Zielbereich ausharrt und die Handzeitnahme durchführt. Solchen Helfern kann man nicht genug danken und Respekt entgegenbringen. Zistler erinnerte aber auch an Max Schierer junior, der viel für den Skisport im Bayerwald getan habe und selber begeisterter Skifahrer war. Zistler rief zu einem kurzen Gedenken an Max Schierer auf.

Alle Chamer Stadtmeister, offen oder aus Chamer Stadtvereinen.

Alle Chamer Stadtmeister, offen oder aus Chamer Stadtvereinen.

Franziska Ries und Carlo Roiger sind Stadtmeister 2019

Die 'offenen' Chamer Stadtmeister Nina Scheifele, SC Reichenberg, und Lukas Ranzinger, SC Langfurth, mit den 'echten' Stadtmeistern Franziska Ries, FC Chammünster, und erneut Carlo Roiger vom ASV Cham.

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