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Jahresversammlung 2015

Das nasse Eck nervt die FCC-Fußballer gewaltig
 
Sportlich und finanziell gut, aber Sorge mit Fußballplatz und Nachwuchs
 
"Wir müssen heuer mit dem Platz was machen und wenn wir einen Kredit aufnehmen müssen." Der Vorsitzende des FC Chammünster, Dr. Hans-Jürgen Moser, zeigte sich auf der Jahresversammlung der FCC-Fußballabteilung am Freitagabend im "s'Häusl" entschlossen, das nasse Eck des Rasenplatzes unverzüglich zu sanieren und damit dem seit langem jedes Jahr sich wiederholenden Ärger endlich ein Ende zu bereiten und dauernde Kosten zu sparen. Das war eigentlich das einzige momentane Sorgenkind, das Abteilungsleiter Michael Jokisch ansprechen musste, denn sonst läuft's derzeit gut, wenn auch in Chammünster der Fußballnachwuchs fehlt und eine Zukunft der Herrenmannschaften somit nicht gesichert erscheint.
Über die über 50 Mitglieder freute sich Michael Jokisch, als er die Anwesenden zur Jahresversammlung der Fußballabteilung begrüßte, wobei er vor allem das Kommen des Hauptvorstands Dr. Hans-Jürgen Moser und von dessen Vorgänger Franz Schneider heraushob. Ehrenvorstand Hans Bayer, ansonsten ein treuer Gast, war erkrankt. Nach der Neuwahl der Abteilungsführung habe die sich zunächst von den Vorgängern einführen lassen in die damaligen Gegebenheiten bei den Fußballern, dabei seien gleich etliche Arbeiten erledigt worden, so Michael Jokisch.
Sportlich habe es nach der Winterpause letztes Jahr nicht gut ausgeschaut, aber die Pause war gut genutzt worden, so dass noch der 10. Tabellenplatz der Kreisliga gesichert werden konnte. Die vielen Gegentore machten jedoch das Problem in der Abwehr deutlich. Aber der Klassenerhalt, der im Winter sehr fraglich schien, sei durch eine Energieleistung, die durch Trainingsfleiß und Teamgeist möglich wurde, geschafft worden. Das Trainergespann Martin Schönberger und Hans-Jürgen Wanninger habe die nötigen Weichen dazu gestellt. Auch die Physiotherapeutin Susanne Nierobis sei mit ihrer Motivationskunst und ihren "heilenden Händen" nicht zu vergessen.
Zu Saisonbeginn 2014/15 hätten leider zwei langjährige Weggefährten die Fußballer verlassen: Hans-Jürgen Wanninger sei aber inzwischen wieder der "Droge Fußball" erlegen und kämpfe für den FCC. Stammkeeper Johannes Karl aber habe beruflich wegziehen müssen. Sein Verlust sei schwierig zu kompensieren gewesen. Sein Bruder Sebastian sei noch nicht so weit gewesen, so dass man intensiv nach einem Torwart Ausschau gehalten habe. Mit Maik Homann habe man endlich einen ausgezeichneten Keeper gefunden, der bisher "eine Bombensaison" gespielt habe.
Ziel in dieser Saison sei für ihn, so Jokisch, der Nichtabstieg, andere sähen den FC Chammünster weiter oben in der Tabelle. Die Mannschaft stehe gut, aber viele Spiele seien leichtfertig verspielt worden, sonst wäre sie ganz oben. Mit dem Abstiegskampf habe man momentan nichts zu tun, aber es sei noch nicht Schluss, warnte der Abteilungsleiter. Denn Verletzungen oder Studienfahrten der Spieler könne ein Verein wie der FCC nur schlecht verkraften. Aber der derzeit 8. Platz mit 26 Punkten und einem Torverhältnis von 29:31 zeige die Mannschaft auf einem guten Weg.
Die Reservemannschaft liefere seit Jahren gute Vorspiele, doch einige Spieler kämen einfach nicht zu den Matches und entschuldigten sich nicht mal. Fußball sei aber eine Mannschaftssportart, bei der alle ihren Beitrag zuverlässig leisten müssen. Dank gebühre Trainer Christopher Jobst für seine gute Arbeit. Die Mannschaft liege momentan auf dem 10. Platz in der Klasse B1 mit sechs Siegen, einem Unentschieden und elf Niederlagen bei 33:42 Toren.
Heuer habe der FCC seit langem mal wieder am Toto-Pokal teilgenommen und sei überraschend ins Bezirksfinale gekommen. Am 8. 4. sei das Halbfinalspiel gegen Tännesberg. Wer nicht am Toto-Pokal teilnehme, der bekomme auch kein Entscheidungsspiel auf seinem Platz, sei ihm klar gemacht worden, erzählte Michael Jokisch. Beim Kreiswettbewerb in Neubäu sei das Abschneiden dagegen weniger erwähnenswert gewesen. Beim Hallenturnier in Maxhütte-Haidhof habe der FC Chammünster andererseits wieder mit dem zweiten Platz sehr gut abgeschnitten, obwohl er eigentlich keine Hallenmannschaft sei.
Martin Schönberger habe ein Sommertrainingslager im Tiroler Ort Biberwier organisiert. Bei schlechtem Wetter und vielen Trainingseinheiten sei vor allem die Kameradschaft gewachsen. Bei einer Werbeaktion mit Sport Haller habe die Abteilung 2000 Euro an Sachprämien bekommen. Jokisch dankte allen Sponsoren, die diese Aktion mitgetragen haben.
Doch dann kam der Abteilungsleiter zu der anderen Seite der Sportgeschichte: Da sei das leidige Thema Sportplatzpflege. Er habe mit zwei anderen viel Zeit auf dem Platz mit Arbeiten verbracht, jetzt habe man mit den drei Jungrentnern Bernhard Dietz, Hans Bücherl und Reinhard Iglhaut drei Platzbetreuer gefunden, die in kurzer Zeit schon viel erreicht hätten.
Ein zweites Ärgernis sei die nicht funktionierende Platzdrainage, die besonders in einem Eck des Spielfelds aussetzt. "Wenn's net regnet, funktioniert's, wenn's regnet, hamma an Scheiß am Platz", formulierte Jokisch das Problem drastisch. Zweimal habe man im vergangenen Jahr schon je 50 Tonnen Flusssand eingearbeitet, aber ohne dauerhafte Verbesserung. Das Eck gleiche weiter einem Sumpf. Dabei habe man 4000 Euro für die Aufsandung investiert, was ohne Unterstützung des Hauptvereins nicht gegangen wäre.
Er appelliere an die Stadt, die Eigentümerin des Platzes, endlich eine grundlegende Sanierung durchführen zu lassen, sonst müssten die FCCler ihre Spiele auf Plätzen der Nachbarvereine austragen. Stadtrat Peter Hofbauer habe diesbezüglich schon mit Bürgermeisterin Karin Bucher gesprochen, das Thema soll im Kreis der Betroffenen noch mal ausdiskutiert werden. Die Stadt habe 35 Prozent Zuschuss für die Sanierung zugesagt, dann blieben dem Verein aber noch rund 20000 Euro Kosten. Morgen werde Andy Babl mit einem Gerät der Firma Zollner noch mal versuchen, die Drainagerohre durchzuspülen, er sehe aber mit wenig Zuversicht der Aktion entgegen.
Der Sportplatz sei das größte Problem für die Abteilung. Sie habe sportlichen Erfolg, es bestehe Interesse am Fußball in Chammünster, aber das ungenügende Spielfeld mache Sorgen. Michael Jokisch dankte den Spielern der zweiten Mannschaft und den AH-Fußballern, dass sie nach ihren Spielen immer wieder den Rasen in Ordnung bringen und den Platzwarten Arbeiten abnehmen. Neben dem Spiel- und Trainingsbetrieb organisierte die Abteilung noch etliche Veranstaltungen, wie die Fußball-Dorfmeisterschaft, bei der die "Siedlung" wieder gewann vor den Überraschungsteams der "Rasenpsychologen" und den Schützen. Zum Glück waren mit Sebastian und Michael Daiminger zwei erfahrene Ersthelfer vor Ort, denn erstmals gab es zwei ernstere Verletzungen. Ein Highlight war auch die Übertragung des Weltmeisterschaftsspiels Deutschland gegen Ghana auf Großleinwand am Abend.
Ein Wagnis sei die Organisation eines Adventsmarktes im neu gestalteten Brauereihof gewesen, doch sei man dann nahezu überrannt worden von den Gästen. Deshalb wolle man auch heuer wieder so einen Markt durchführen und eventuell dauerhaft etablieren. Nach Weihnachten kam dann zum dritten Mal die Christbaumversteigerung, bei der Josef Dirscherl wieder sein Talent als Auktionator bewies. Beim Minstacher Faschingszug waren die Fußballer mit Wagen und Fußgruppe dabei und am Faschingsdienstag boten sie wieder den Kinderfasching in der Hinterederhalle an, bei dem der FCC-Jugendzirkel mit Spielen die Fußballer unterstützte.
Zum Schluss seines Berichts dankte Michael Jokisch allen Helferinnen und Helfern, den Sponsoren, den Mitgliedern des Abteilungsausschusses sowie deren Vorgängern, weiter den beiden Herrenmannschaften, die immer wieder für Arbeiten am Sportgelände bereit stehen, wie auch die AH-Mannschaft. "Was stört", wollte Jokisch auch nicht verschweigen. "Bei Beerdigungen kommen wenig Fußballer. Es schaut beschämend aus, wenn nur der Hans-Jürgen Moser, der Leiter der Abteilung Fußball und der der Eisstöckler dort stehen und dann kommt keiner mehr."
Jugendleiter Thomas Dietz berichtete von den fünf Jugendmannschaften, die zum Teil mit anderen Vereinen in Spielgemeinschaften zusammen antreten. Die F-Junioren seien in der "Fair-play-Liga", bei der die Eltern vom Spielfeld verbannt sind, die Betreuer in Coaching-Zonen verharren müssen und es keine Schiedsrichter gibt: Die Kinder sollen selber kritische Situationen regeln. Bei der Wintertagung wurde beschlossen, doch wieder Schiedsrichter einzusetzen, weil die Kinder das Regelwerk einfach noch nicht so beherrschen, dass sie selber entscheiden können, was richtig ist. die anderen beiden Regelungen hätten sich bewährt. So solle die Freude am Fußball im Vordergrund stehen, nicht der Leistungsdruck durch ehrgeizige Eltern und Trainer.
Er freue sich, dass drei FCC-Spieler den Übungsleiterschein gemacht haben: Dominik Haydn, Markus Biendl und Xaver Treml, Sie hätten den Lehrgang in Tschechien erfolgreich absolviert. Es sei wichtig, gerade auch im Jugendbereich ausgebildete Trainer zu haben. Auch Belohnungen seien von Nutzen. So fuhr Dominik Haydn mit der E-Jugend zum Saisonabschluss in die Allianz-Arena nach München, die F-Jugend erlebte einen Grillnachmittag im "Häusl" mit Ehrungen. Die D-Jugend durfte sich das Länderspiel Deutschland - Gibraltar anschauen. Und auch eine Weihnachtsfeier mit Bescherung durch den Nikolaus gab es für die Jugendspieler. Im Januar durften sie in eine andere Sportart schnuppern beim Eishockeyspiel Straubing gegen Augsburg.
Im Herbst war das DFB-Mobil in Chammünster und die beiden DFB-Trainer zeigten den örtlichen Kollegen, wie ein gutes Jugendtraining aufgebaut sein sollte. Dank sagte Thomas Dietz auch dem Förderkreis, mit dessen Spenden Bälle angeschafft und Trainingsjacken mit Regencapes bezuschusst wurden.
Und dann kam der Jugendleiter auf das große Problem auch in Chammünster zu sprechen: der fehlende Nachwuchs. Der Verein habe kaum noch eigene Jugendmannschaften, die Zukunft der Herrenmannschaften sei damit gefährdet. Auch Michael Jokisch ging auf das Problem noch mal ein. Es sei derzeit eigentlich nicht möglich, mit den vorhandenen Spielern zwei Herrenmannschaften zu bilden. "Die Demographie und die offenbar unversiegbaren Geldquellen von Nachbarvereinen machen uns zu schaffen. Wenn's blöd läuft, müss'ma auch im Seniorenbereich Spielgemeinschaften eingehen." Das Problem verdeutlichte er an einer Klasse der Grundschule Chammünster, in der ein einziger Bub unter 17 Mädchen war.
Höhen und Tiefen habe das Jahr für die Alt-Herren-Mannschaft gebracht, erwähnte Markus Biendl. Ein Tief sei die Verletzung von Stefan Schönberger gewesen, das andere der Ausfall des Ausflugs. Doch habe der nachgeholt werden können und die AH wanderte vom Zwiesler Waldhaus auf den Falkenstein. 2014 habe es auch Neuzugänge in die Mannschaft gegeben.
Leider wurden drei Spiele abgesagt, aber neunmal wurde gespielt, davon wurden fünf Matches gewonnen. Torschützenkönig mit sechs Toren wurde Christian Schnur. 35 Trainingseinheiten wurden absolviert, Dank gebühre dafür Trainer Rudi Prasch. Nach 206 Spielen für die AH des FC Chammünster hat Karl-Heinz Frank das Amt des AH-Kassiers abgegeben. Auch Josef Jobst und Josef Dirscherl hätten nach fünf Jahren ihre Ämter aufgegeben, so dass die AH-Leitung nun bei ihm und Rudi Prasch liegt.
Ihre Ziele seien eine höhere Trainingsbeteiligung, dass seitens des FCC keine Spiele mehr abgesagt werden müssen und ein Ausflug. "Pilsen dad ma g'falln", meinte Markus Biendl und auf das Gelächter der Kameraden verwies er darauf, dass die Stadt ja heuer europäische Kulturhauptstadt sei. Am Mittwoch gehe das Training wieder los, erinnerte er noch.
Ein Plus in der Abteilungskasse gab anschließend Kassier Stefan Schönberger bekannt, das vor allem durch die Veranstaltungen erwirtschaftet wurde und wegen der hohen Ausgaben für die Sportstätten von über 13000 Euro auch bitter notwendig war. Nur durch diese Einnahmen seien der Spielbetrieb und die Jugendarbeit aufrecht zu erhalten gewesen. Auch auf das segensreiche Wirken des Förderkreises ging Schönberger noch kurz ein. Michael Jokisch bemerkte zum Kassenbericht, dass er erstaunt sei, wieviel Geld in so einer kleinen Abteilung bewegt werde.
Erich Babl und Peter Hofbauer hatten die Kasse geprüft und Babl schlug die Entlastung des Kassiers wie der Abteilungsführung vor, die einstimmig erfolgte.
FCC-Hauptvorstand Dr. Hans-Jürgen Moser zeigte sich von den Berichten erfreut und bot dem Jugendleiter seine Unterstützung an: "I hab' alle Freiheiten." Vor Jahren habe er gehört, dass der FCC eine gute Jugendmannschaft habe. Die sei jetzt die Erste Mannschaft, sei aufgestiegen und habe sich in der Kreisliga gehalten. Er sei davon begeistert und danke dem Trainer für seine Superarbeit.
Zum Fußballplatz merkte Dr. Moser an, dass man nicht mehr mit der Stadt verhandeln brauche, mehr als 35 Prozent Zuschuss bekomme man nicht. "Bleiben uns 20000 Euro. Ich bin dafür, dass ma dafür einen Kredit aufnehmen. Wir müssen heuer was machen." Seit Jahren sei jedes Jahr die selbe Gaudi und man komme nicht weiter. "Setz'ma uns zu viert oder fünft zusammen und mach'ma an scharfen Weg", forderte er.
Auch die Situation bei den Beerdigungen von FCC-Mitgliedern frustriere ihn: "Des is net lustig, wenn ich die Praxis zusperren muss und mich ans Grab hinstell' und hinter mir sind nur zwei Leut' vom FC. Die Fußballer sind eine starke Abteilung und dann stehen's im Publikum." Nächstes Jahr seien Neuwahlen im Hauptverein. Er wolle, dass es so erfolgreich weitergehe wie bisher. "Wir ham an Superverein, wir ham Superabteilungsleitungen, wir san im ganzen Landkreis positiv bekannt, d'Leut schaun auf uns und sagen: Bei euch rührt sich was." Deshalb sei er auch nicht für Spielgemeinschaften im Seniorenbereich.
Auch an die Aktiven hatte er noch eine Mahnung. Der Schweinsteiger habe mal in einem Interview gesagt, dass er nur ein halbes Glas Sekt trinke, weil er am nächsten Tag ein Pokalspiel habe. "Da hamma mir ja lauter Giganten! De essen am Mittag an Rehbraten und trinken zwoa Weißbier dazu und dann packen's ihre Sporttaschen und gehen zum Spiel!"
Zum Schluss stellte der Abteilungsleiter noch seine Pläne für 2015 vor: Die Ewige Spielerliste solle aktualisiert werden, wenn auch von ein paar Jahren keine Aufzeichnungen vorliegen. Weiter sollen Fanartikel erstellt und angeschafft werden. Außerdem plant er einen Ehrenabend für verdiente Mitglieder der Abteilung, die oft im Stillen viel Zeit und Kraft für die Fußballer aufgewendet haben. "Ich will die Schattenkrieger einmal belohnen, auch wenn sie nicht im Ausschuss waren, aber ohne die die Vereinsarbeit gar net möglich wäre."