Jahresversammlung Turnabteilung 2013

Karrierepause der Veronika beim FC Chammünster
 
Jahresversammlung der Turnabteilung im FC Chammünster – Agnes Schichtl neue Spartenleiterin
 

Agnes Schichtl (vorne, 2. von links) will zusammen mit dem neuen Abteilungsvorstand, FCC-Ehrenvorsitzendem Hans Bayer (links) und FCC-Vorsitzendem Hans-Jürgen Moser die Abteilungsarbeit weiter erfolgreich gestalten.

FCC-Vorsitzender Dr. Hans-Jürgen Moser dankte den scheidenden Mitgliedern des Vorstands der Turnabteilung für ihre kosntruktive Arbeit, von links: Monika Jobst, Sabine Dietz und Veronika Haberl.
 
Es lag eine unsichere Stimmung über der Jahresversammlung der Turnabteilung im FC Chammünster am letzten Dienstag im Gasthaus Hunger am Ödenturm, denn Abteilungsleiterin Veronika Haberl hatte kurz vorher bekannt gemacht, dass sie bei der anstehenden Neuwahl des Abteilungsvorstands nach acht Jahren als Leiterin der Turner keinen Posten mehr annehmen werde. Da auch noch andere Vorstandsmitglieder ihre Ämter abgeben wollten, stand ein größerer Umbruch an, der sich letztlich aber ohne große Probleme in Harmonie vollzog. Neue Abteilungsleiterin ist Agnes Schichtl, die die erfolgreiche und auch innovative Arbeit Haberls möglichst nahtlos fortsetzen will.
Erfreulich gut besucht war die Jahresversammlung der FCC-Turnabteilung, wobei die Sparte natürlich auch eine der großen im FC ist, doch viele Mitglieder sind noch Kinder oder Jugendliche. Jedenfalls freute sich die Abteilungsleiterin, dass so viele Mitglieder durch ihr Kommen ihr Interesse am Abteilungsleben zeigten. Und dass es da recht agil zugeht, wies sie in ihrem Bericht nach, der auf die einzelnen Gruppierungen in der Abteilung und ihre Angebote einging.
So gebe es fünf Sportangebote für Erwachsene und vier für Kinder. Angefangen bei den Vorschulkindern, denen die nimmermüde Übungsleiterin Rose Bärbel Beyer seit vielen Jahren mit Hingabe und Einfühlungsvermögen „auf die Sprünge hilft“ und spielerisch die Freude an der Bewegung und an erstem Turnen vermittelt. Unterstützt wird sie dabei von Franziska Wölfl, denn die Rasselbande ist manchmal schwer zu bändigen und momentan machen so viele Kinder wie noch nie bei den Übungen mit, so dass auch einige Mütter als Helferinnen eingesetzt werden.
Der Kindersport für die Schüler der 1. bis 4. Klasse, zu dem nur noch Mädchen gehen, wurde von Veronika Haberl selber geleitet. Turnspiele, Boden- oder Geräteturnen waren zunächst dabei angesagt, bis der Fasching nahte und die Mädchen für den Kinderfasching in der Hinterederhalle einen Tanz einstudieren wollten, so „wie die Großen“. Die Regina und die Ramona Schollerer nahmen sich der Tanzwütigen an und am Faschingsdienstag zeigten die Mädchen einen rasanten Tanz. Nun blieb es beim Tanzen statt des Turnens und die Gruppe wird nun „Jazzdance II“ genannt.
Der „Jazzdance I“ ist der von Sophia Hierl, die den Mädchen ab der 5. Klasse rhythmische Bewegungen in eigenen Choreographien nach Pophits beibringt. Auch sie zeigten ihr Können am Faschingsdienstag in der Hinterederhalle. 2012 traten sie zudem beim Gauwettbewerb des Turngaus in Neutraubling an und vertraten den FC Chammünster dabei recht ansprechend. Immerhin gab es einen fünften Platz gleich beim ersten Wettbewerbseinsatz. Wichtiger aber war, zu sehen, was die anderen Vereine so machen, und sich Anregungen für die eigene Arbeit zu holen.
Auch die Einradgruppe von Katharina Wittmann trat damals in Neutraubling an und gefiel mit einer auf dem Rad erzählten und mit Musik unterlegten Geschichte vom Schneewittchen. Der vierte Platz war der Lohn. Normalerweise trainieren die Einradfahrer (bei denen ist auch ein Junge) sonntags und da kann es in der Schulturnhalle schon eng werden, wenn bis zu 20 Kinder rumkurven. Einige wagen sich sogar aufs Hoch-Einrad. Besonders freue es sie, so Haberl, dass Katharina Wittmann nun auch die Ausbildung zur Übungsleiterassistentin gemacht habe, wodurch nun mit ihr, Franziska Wölfl und Sophia Hierl drei derartige Assistentinnen im FC Chammünster seien.
Ruhiger, aber nicht minder fordernd geht es bei den Aktivsportlern zu, zu denen sich jeweils montags 25 bis 30 Männer und Frauen so ab 60 bekennen und die von Anita Gruber seit vielen Jahren erfolgreich fit gehalten werden. Und weil sich auch Erwachsene über eine Aufmerksamkeit freuen, verteilte Veronika Haberl Nervennahrung an die Trainingsfleißigsten. Anschließend schwitzen am Montag die Aerobicdamen unter Anleitung von Anita Gruber auf und neben ihren Stepbrettern. Das berühmte Bauch-Beine-Po-Programm verhilft den Damen zu einer tollen Figur. Verwunderlich nur, dass da noch welche ins Fitnessstudio gehen, wo sie es hier quasi umsonst bekommen.
Ganzkörpergymnastik bietet Rose Bärbel Beyer im Damenturnen für die weniger wilden FCClerinnen, doch kommen auch hier die Fitness und der Spaß nicht zu kurz. Ein Fitnessprogramm für alle Altersstufen hat Margret Karl in der Familienfitness am Sonntagabend parat, das sich auch als Skigymnastik oder allgemein zur Stärkung der Kondition und Beweglichkeit eignet. „Dabei kommt jeder an seine Grenzen“, erzählte Veronika Haberl. Nicht die Ausdauer werde dabei trainiert, sondern die Tiefenmuskulatur, erklärte die Abteilungsleiterin zu den von ihr geleiteten Pilateskursen. Sie werden jeweils in Blöcken von einigen Übungsstunden angeboten.
In letzter Zeit würden auch immer wieder Zumba-Kurse angeboten, bei denen Monika Uhl aus Zandt Bewegungswilden aller Altersstufen das Schwitzen durch heftiges Tanzen beibringt. Momentan läuft der dritte Kurs. Auch ein Lauftraining mit Physiotherapeut Thomas Steinkirchner hatte die Turnabteilung letztes Jahr im Angebot.
Doch Turnen allein war noch nie Sache der FCC-Turnabteilung und so erinnerte die stellvertretende Abteilungsleiterin Petra Hastreiter an die vielen außersportlichen Aktivitäten der Abteilungsmitglieder. Das ging von der Ausrichtung des „Tag des Bieres“ beim Hinterederbräu über die Teilnahmen an den Dorfmeisterschaften im Schießen und im Eisstocksport bis zu Ausflügen (unter anderem nach Weltenburg und Abensberg), einen Heilpraktiker-Vortrag, den Verkauf von Kaffee und Kuchen bei der Inline-alpin-WM in Cham oder die Teilnahme am Kinder-Volksfestumzug. Wichtig auch immer die Durchführung des Kindersommerfestes am Sportgelände, bei dem immer eine Menge Kinder ihre Gaudi haben.
Birgit Pongratz führt die Abteilungskasse, musste ein leichtes Minus für 2012 feststellen, wurde aber doch einstimmig entlastet, genauso wie später der gesamte Abteilungsvorstand.
FCC-Hauptvorsitzender Dr. Hans-Jürgen Moser fand die Aktivitäten in der Turnabteilung einfach fantastisch und hoffte, auch weiter so viel Freude an der Abteilung haben zu können wie bisher. Als Dank an die scheidende Abteilungsleiterin, über deren Ausscheiden er so traurig war, dass er sie glatt Monika nannte, hatte er das neueste Büchlein des Minstacher „Philosophen“ Florian Zach dabei. „Des gibt’s nur für besondere Verdienste“, betonte er.
FCC-Ehrenvorsitzender Hans Bayer freute sich besonders, dass die Turnabteilung derzeit vor Gesundheit strotzt und dass es ihr gelinge, auch die Jugend in die Führungsarbeit einzubauen und sie so eventuell für die Übernahme von Ämtern im Hauptverein zu sensibilisieren.
Bayer leitete anschließend auch die Neuwahl der Abteilungsführung, die, wie erhofft, gut vorbereitet war und zügig vonstatten ging. Neue Abteilungsleiterin ist Agnes Schichtl, vertreten durch Petra Hastreiter; Kassierin bleibt Birgit Pongratz, Schriftführerin nach dem Rückzug von Monika Jobst ist nun Gabi Schießl, Jugendwartin bleibt Bettina Kusch; Beisitzerinnen sind Ulrike Stöger, Elfriede Wanninger, die sich um die Mitgliederbetreuung kümmern wird, Irmi Lex und Birgit Hoffmann. Hans Bayer verabschiedete noch Sabine Dietz als Sprecherin der Aktivsportgruppe, die wegen zu vieler anderer Jobs dieses Amt abgab. Die Gruppe muss erst einen neuen Sprecher wählen.
Offiziell verabschiedete nun auch Petra Hastreiter Abteilunsgleiterin Veronika Haberl, Aktivsportsprecherin Sabine Dietz und Schriftführerin Monika Jobst mit einem Geschenk in den vorübergehenden FCC-Ruhestand, bevor Veronika Haberl noch zu einer Wanderung zum Schneiderwirt am 15. März nach Haderstadl einlud. Sie wolle sich bei allen bedanken, die sie in den letzten acht Jahren in ihrem Amt unterstützt haben und ihr besonders in der Anfangszeit beigestanden seien. Agnes Schichtl hatte sich noch nicht ganz gefangen nach ihrer Wahl zur Abteilungsleiterin und versprach daher nur, dass sie die gute Arbeit der Veronika fortsetzen wolle.
 

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